Die NIS-2-Richtlinie (auch NIS2 oder NIS 2 genannt) ist seit Dezember 2025 in Kraft und verpflichtet Unternehmen zu erweiterten Sicherheitsmaßnahmen. Sie definiert einheitliche Anforderungen an Informationssicherheit, Risikomanagement und Incident Response.

Im Juli 2024 haben wir in unserem Beitrag „NIS-2-Richtlinie strukturiert umsetzen“ gezeigt, wie Unternehmen sich methodisch auf die neuen Anforderungen vorbereiten können.

Heute, über ein Jahr später, ist klar: NIS2 ist kein Zukunftsthema mehr, sondern operative Realität.
Viele Organisationen sind gestartet – aber nur wenige sind wirklich „NIS2-ready“.

Dieser Beitrag zeigt, worauf es jetzt ankommt, welche typischen Stolpersteine vermieden und wie Unternehmen NIS2 als Chance für nachhaltige Cyber-Resilienz nutzen können.

Was ist die NIS2-Richtlinie?

Die EU-NIS2-Richtlinie (Network and Information Security Directive) fordert ein höheres Cybersicherheitsniveau in der EU und betrifft mehr Einrichtungen und Sektoren als die frühere NIS-Richtlinie. D.h. höhere Anforderungen an das Risikomanagement, die Lieferkettensicherheit und schärfere Meldepflichten von Sicherheitsvorfällen.
Seit dem 6. Dezember 2025 müssen deutlich mehr Unternehmen – auch außerhalb der klassischen KRITIS-Branchen – strenge Sicherheitsanforderungen erfüllen.

Das bedeutet konkret:

  • Nachweis eines funktionierenden Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS)
  • Nachweis eines etablierten Business Continuity Management Systems (BCMS)
  • Schwachstellenmanagement
  • Risikomanagementmaßnahmen
  • Meldung von Sicherheitsvorfällen
  • Cybersicherheit auch bei Zulieferern und Dienstleistern
  • Dokumentations- und Berichtspflichten

Die Geschäftsführung trägt die Verantwortung, haftet bei Nichtumsetzung von NIS2 persönlich und die Einrichtung riskiert hohe Bußgelder von bis zu 10 Mio. Euro.

NIS2-Status: Wo stehen Unternehmen aktuell?

Unsere Erfahrungen zeigen ein gemischtes Bild: Viele Unternehmen haben grundlegende Maßnahmen angestoßen, wie die Einführung von Policies oder erste Risikoanalysen. Die Verzahnung der Themen – also Risiken, BCM, Incident Response und Lieferkette – fehlt jedoch häufig. Dokumentation ist zwar vorhanden, aber oft nicht revisions- und auditfest. Verantwortlichkeiten sind unklar oder zu stark operativ angesiedelt. Das Ergebnis: hoher Aufwand, aber unsichere Compliance, insbesondere im Ernstfall.

Sechs Handlungsfelder, die 2026 bei NIS2 den Unterschied machen

1. Gap-Analyse als Startpunkt für NIS2

Der erste Schritt ist eine ehrliche Bestandsaufnahme: Welche NIS2-Anforderungen sind bereits erfüllt, welche fehlen, und wie kritisch sind diese Lücken? Entscheidend ist eine Bewertung nach Risiko und Business Impact sowie eine klare Priorisierung der Maßnahmen. HiScout unterstützt hier, indem Risiken, Maßnahmen und Prozesse strukturiert erfasst werden und angezeigt wird, welche Anforderungen bereits erfüllt sind und wo Handlungsbedarf besteht.

2. Governance schlägt Tool-Sammlung

NIS2 verlangt klare Verantwortlichkeiten, die Einbindung des Managements und nachvollziehbare Entscheidungswege. Erfolgreiche Unternehmen etablieren ein zentrales ISMS, definieren Rollen wie Informationssicherheitsbeauftragte und BCM-Verantwortliche und sorgen für regelmäßiges Reporting an die Geschäftsleitung. HiScout erleichtert die Umsetzung, indem Rollen klar definiert, Entscheidungen dokumentiert und Freigabeprozesse nachvollziehbar abgebildet werden.

3. Risikomanagement als Steuerungsinstrument

NIS2 fordert ein aktives Risikomanagement, keine reine Pflichtübung auf Papier. Mit HiScout lassen sich Risiken mit konkreten Maßnahmen verbinden, Cyber-, Prozess- und Lieferkettenrisiken berücksichtigen und kontinuierlich aktualisieren. So können Unternehmen gezielt investieren und nicht nach Bauchgefühl handeln.

4. Incident Response und BCM üben

Viele Notfallpläne existieren nur auf dem Papier. NIS2 macht jedoch klar, dass Vorbereitung funktionieren muss. Dazu gehören getestete Meldeprozesse, klare Entscheidungswege, abgestimmte Notfall- und Wiederanlaufpläne sowie Lessons Learned aus Übungen oder realen Vorfällen. Mit HiScout lassen sich diese Prozesse praxisnah planen und dokumentieren, sodass sie für das Management nachvollziehbar sind.

Üben schafft Sicherheit – auch für das Management, praktikabel gelöst mit HiScout.

5. Lieferketten: der oft unterschätzte Risikofaktor

NIS2 erweitert den Fokus über die eigene Organisation hinaus. Schwachstellen treten häufig bei kritischen Dienstleistern auf, Transparenz und systematische Bewertung fehlen oft, ebenso wie vertragliche Sicherheitsanforderungen. Ein strukturiertes Third-Party-Risk-Management (TPRM), wie es HiScout ermöglicht, ist hier entscheidend.

6. Nachweisfähigkeit entscheidet im Ernstfall

Ob Audit, Prüfung oder Sicherheitsvorfall: Wer nichts belegen kann, gilt als nicht compliant.

HiScout liefert zentrale Dokumentation, revisionssichere Nachweise und konsistentes Reporting über alle NIS2-Themen hinweg. So zeigt sich der Vorteil integrierter GRC-Lösungen gegenüber Insellösungen oder Excel-Tabellen.

NIS2 als Chance verstehen – nicht nur als Pflicht

Unternehmen, die NIS2 ganzheitlich umsetzen, profitieren mehrfach: Sie erhöhen die Resilienz gegenüber Cyberangriffen, schaffen bessere Entscheidungsgrundlagen für Investitionen, klären Verantwortlichkeiten und reduzieren Stress bei Prüfungen oder Sicherheitsvorfällen.

Kurz gesagt: NIS2 kann Ordnung schaffen – wenn man es richtig angeht.

Wie HiScout Unternehmen bei der NIS2-Umsetzung unterstützt

Mit HiScout lassen sich alle zentralen NIS2-Bausteine integriert abbilden:

  • ISMS und Risikomanagement
  • Business Continuity und Incident Management
  • Maßnahmen-Tracking und Reporting
  • revisionssichere Dokumentation

Strukturiert, nachvollziehbar und auditfest.

Erleben Sie, wie HiScout NIS2-konforme Prozesse digital abbildet.

Jetzt Kontakt aufnehmen und entdecken, wie Sie Maßnahmen, Risiken und Compliance zentral steuern können:

auf unserer Webseite

im Webinar

Ergänzende Details zur praktischen Umsetzung der NIS-2-Pflichten liefert das BSI-Portal, das seit Januar 2026 live ist (siehe BSI-Pressemitteilung).

BSI-Pressemitteilung

Auf der HiScout Webseite werden keine zustimmungspflichtigen Cookies verwendet. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Nutzung sonstiger Cookies zu. Die Auswertung der Webseitenbesuche erfolgt anonymisiert und datenschutzkonform mit dem Webanalysetool Matomo. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.